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Königreich in Vorderasien zwischen Israel im Westen, Syrien und Irak im Norden und Saudi-Arabien im Osten und Süden, 88 582 km² (ohne Westjordanland), 5,48 Mio. Einwohner, Hauptstadt Amman, Amtssprache Arabisch.

Land und Leute

An der Nordwestgrenze vom Jordangraben durchzogen, ist Jordanien ansonsten ein Hochland, im Südosten bis 1 745 m hoch (Dschabal Ram), das von aridem Kontinentalklima geprägt ist (v. a. Wüste und Steppe). Regenfeldbau ist daher nur an den Hängen des Jordangrabens möglich, sonst dominiert nomadische Viehwirtschaft. Die fast ausschließlich arabisch-muslimische Bevölkerung (starke christliche Minderheit) ballt sich um Amman, wo auch Industrie angesiedelt ist. Ansonsten trägt nur noch der Phosphatabbau im Westen nennenswert zum Sozialprodukt bei.

Geschichte

Jordanien war bis zum Ende des Osmanischen Reiches Teil der Provinz Damaskus und wurde nach dem 1. Weltkrieg mit Palästina britisches Mandatsgebiet. 1946 wurde es als Königreich unabhängig, dehnte sich im Krieg gegen Israel 1948 auf das Westufer des Jordans aus und besetzte die Altstadt von Jerusalem. Im Sechstagekrieg 1967 büßte Jordanien die West-Bank und Ostjerusalem wieder ein und verlor damit den fruchtbarsten Teil des Landes. 1988 verzichtete König Hussein endgültig darauf und überließ der PLO die Sorge für die Rückgewinnung. 1994 wurde ein Friedensvertrag mit Israel geschlossen, der eine bedeutende wirtschaftliche und politische Wende brachte. Der seit 1999 regierende König Abdullah II. Ibn al-Hussein normalisierte das Verhältnis zu den anderen Golfstaaten und baute ein besseres Verhältnis zu Großbritannien und den USA auf.